Letzte Ergebnisse

May 13, 2018 | 6:00 pm
UHC Erste Bank Hollabrunn
score
27
28
Vöslauer HC
Spielbericht

SIEG beim selbsternannten Aufstiegsfavoriten!

WIR SIND WIEDER DA!
 
Der UHC Erste Bank Hollabrunn setzt in der ersten Playoff-Runde ein lautes Ausrufezeichen und deklassiert Titelkandidat Leoben in eigener Halle mit 33:26!
 
Was hat es in den letzten Wochen und Monaten nicht alles für Rückschläge für Graninger & Co. gesetzt? Fünf Niederlagen in Folge, Verletztenserie ohne Ende und wissende Experten, die ein erneutes frühzeitiges Scheitern in der Meisterschaft prophezeit hatten.....
 
Tja, und dann fährt eine Mannschaft, die wenige Stunden vor Spielbeginn auch noch den Trainer mit 39 Grad Fieber daheim lassen muss, zum HLA-Absteiger und erklärten Favoriten Leoben und zeigt den Steirern, wo der Bartl den Most herholt.
 
Doch alles der Reihe nach: Nachdem Trainer Czech kurzfristig krankheitsbedingt die Segel streichen musste, lag es nun an Co-Trainer Florian Bauda, die schwere Auftaktaufgabe gegen Leoben zu lösen. Gegen jenes Leoben, gegen das man noch vor Weihnachten mit 21:31 eine ordentliche Heimklatsche bezogen hat. Jungteamspieler Andreas Dräger blieb ebenfalls krankheitsbedingt daheim und verfolgte via Liveticker das Geschehen.
 
Im Hollabrunner Lager hatte man in den letzten Wochen intensiv am Defensivverhalten gearbeitet, da  gerade dieses im Grunddurchgang das Manko gewesen war. So präsentierte man sich auch von Beginn an sehr kompakt im Abwehrverband. Gestaffelt auf eine sehr homogene Abwehr zeigte sich auch Schlussmann Thomas Spörk von seiner Sonnenseite und konnte bereits in den Anfangsminuten mehrfach brillieren.
 
Shooter Alen Markovic eröffnete den Torreigen. Die Anfangsviertelstunde brachte ein ausgeglichenes Spiel, in dem Kljajic & Co immer vorlegten, die Hausherren zumeist aber egalisierten. Am auffallendsten war in dieser Phase Leobens Spielertrainer Djukic, der mit seinen Aktionen mehrfach provozierte und nach der vierten Aktion zurecht von den souveränen Schiedsrichterinnen eine Zeitstrafe (im Angriff!) erhielt.
 
Diese Gelegenheit nutzten Graninger & Co. und stellten von 7:7 auf 10:7 (25. Min.). Bis zum Pausentee gelang es die Führung zu halten (12:10). Ob der eigenen starken Performance war die Mannschaft dementsprechend fokussiert und witterte auch für die zweite Hälfte ihre Chance, aus dieser Partie Zählbares mitzunehmen.
 
Die Rückraumreihe Gal-Kljajic-Markovic sorgte nach Wiederanpfiff mit sehenswerten Treffern gleich für ein klares Ausrufezeichen (15:10 - 34. Min.). Mit jedem Treffer steigerte sich nun das Selbstbewusstsein von Spörk & Co. Egal ob Unter- oder Überzahl, man hatte stets die richtige Antwort parat und führte die Gastgeber im weiteren Verlauf richtiggehend vor. Spielmacher Kljajic hatte in der Abwehr Leobens Djukic souverän im Griff. Seine Hinterleute standen ebenfalls bombensicher und Schlussmann Spörk zeichnete sich ein ums andere Mal aus. 
 
Als Linksaußen Sebi Burger in der 50. Minute in der Unterzahl zum 27:17 traf, verstummte die spärliche Unterstützung der zuvor mit Schmährufen sehr unsportlich auftretenden Viking-Fans endgültig und ging in fassungsloses Entsetzen über. Trainer Florian Bauda, der zu jeder Phase des Spiels die richtige Antwort fand, konnte in den Schlussminuten auch die restlichen Bankspieler zum Einsatz bringen, ohne Gefahr zu laufen, dass da noch etwas anbrennen könnte. 
 
Schlussendlich deklassierte man den Tabellenführer aus der Steiermark in beeindruckender Manier mit 33:26 und revanchierte sich damit mehr als eindrucksvoll für die Heimspielniederlage. Ein Kompliment an Mannschaft und Betreuer, die mit diesem Auftreten an die starken Vorstellungen der Hinrunde erinnerten und Lust auf mehr machten. Angeführt von einem bärenstarken Spielmacher Anze Kljajic überzeugten alle Spieler auf ihren Positionen. Erfreulich vor allem das Auftreten im Deckungsverband, das endlich so funktionierte, wie man es sich vorgenommen hatte.
 
Weiter geht's nun am Dienstag, 20. Februar um 20 Uhr in Vöslau, wo es gilt, diese Leistung zu bestätigen. Bis dahin hat man jedenfalls genug Zeit, um weiter an den Feinheiten zu arbeiten..........